Kampfkunst oder Kampfsport?

Oft werden die Begriffe Kampfkunst und Kampfsport als direktes Synonym füreinander verwendet. Es gibt jedoch einige Unterschiede, die zu beachten sind.

 

Kampfsport

Im Kampfsport überwiegt - wie im Namen bereits erkennbar - der sportliche Aspekt. Oft ist das hauptsächliche Ziel in einer Kampfsportschule, sich in einer sportliche Auseinandersetzung im direkten Vergleich zu messen, um Meisterschaften zu gewinnen und Meistertitel zu erreichen. Das ist natürlich vollkommen legitim. Im Falle von Kampfsport spricht man entsprechend von einem Trainer, der sein Wissen vermittelt, um sportlich erfolgreich zu sein. Um diesen sportlichen Erfolg zu gewährleisten, wird je nach Trainer der Unterricht entsprechend ausgelegt. Es geht um schnelle und effektive Techniken, die im Wettkampf einem Punkte bescheren. Diese Techniken werden dann auch oft bis zur Perfektion geübt. Andere Bestandteile werden allerdings häufig vernachlässigt, da diese bei Meisterschaften nicht oder wenig gefragt sind.

 

Kampfkunst

Bei traditioneller Kampfkunst wird überwiegend darauf geachtet, die Kunst in ihrem vollen Umfang zu lehren. Wichtiger als der sportliche Erfolg ist die persönliche Entwicklung des Schülers. In einem ganzheitlichen Unterrichtskonzept wird darauf geachtet, auch Unterrichtsbestandteile zu lehren, die für einen reinen sportlichen Erfolg nicht ausschlaggebend sind, aber trotzdem zur Gesamtheit einer Kampfkunst gehören. Gerade Werte und Charakterbildung, Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen sind wichtige Bestandteile einer traditionellen Kampfkunstausbildung.